Die Einführung der Blauen Tonne in Obertshausen geht in die Umsetzung: Ab Montag, 5. Oktober 2026, beginnt das Entsorgungsunternehmen Remondis mit der Auslieferung der neuen Altpapierbehälter im gesamten Stadtgebiet. Die Verteilung der Blauen Tonnen wird mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen. Damit startet die letzte Phase eines Projekts, das aufgrund von Lieferengpässen bei der Herstellung der Behälter seitens Remondis zeitweise verschoben werden musste. Mit der flächendeckenden Einführung der Altpapiertonne wird die Entsorgung von Papier und Kartonagen für die Bürgerinnen und Bürger künftig deutlich bequemer. „Mit der Blauen Tonne schaffen wir für die Bürgerinnen und Bürger eine komfortable, moderne und serviceorientierte Lösung für die Altpapierentsorgung“, erklärt Bürgermeister Manuel Friedrich. Die Stadtverordnetenversammlung hatte der Magistrat den entsprechenden Auftrag erteilt, die Umstellung des Systems vorzunehmen.
Jedes bebaute Grundstück erhält den zuvor festgelegten Behälter. Standardmäßig wird eine Blaue Tonne mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern bereitgestellt. Grundstücke, für die fristgerecht eine kleinere Variante beantragt wurde, erhalten eine 120-Liter-Tonne. Für Großwohnanlagen kommen Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1,1 Kubikmetern zum Einsatz. Die hohe Nachfrage nach den kleineren 120-Liter-Gefäßen war zugleich Ursache für die zwischenzeitliche Verzögerung des Projekts. Nach Angaben des Entsorgungsunternehmens wurden deutlich mehr kleinere Behälter bestellt als ursprünglich erwartet. Mit der Einführung der Blauen Tonne entfallen künftig sowohl die öffentlichen Depotcontainer für Altpapier als auch die bisherige Bündelsammlung. Die bisherigen Sammeltermine bleiben jedoch erhalten: Zu den bislang im Abfallkalender ausgewiesenen Terminen der Bündelsammlung werden künftig die Blauen Tonnen geleert.
Die Depotcontainer beziehungsweise stationären Containern im Stadtgebiet werden im Anschluss nach einer Karenzzeit (vermutlich bis Ende des Jahres) gänzlich aus dem Stadtgebiet entfernt. „Die Stadt verfolgt mit der Umstellung auch das Ziel, die Sauberkeit im öffentlichen Raum weiter zu verbessern. An verschiedenen Containerstandorten kam es in der Vergangenheit wiederholt zu unerlaubten Müllablagerungen und Verunreinigungen. Durch den Wegfall der Sammelcontainer sollen diese Probleme künftig reduziert werden“, erklärt Erster Stadtrat Michael Möser.
Für sperrige Kartonagen oder große Mengen an Altpapier steht der städtische Bauhof in der Leipziger Straße 33 als alternative Abgabestelle zur Verfügung. Die städtische Einrichtung ist montags und dienstags jeweils von 7 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15.45 Uhr geöffnet. Mittwochs können Bürgerinnen und Bürger ihren Abfall dort zwischen 9 und 12 Uhr sowie am Nachmittag von 13 bis 18 Uhr entsorgen. Am Donnerstag gelten die Öffnungszeiten von 7 bis 12 Uhr und 13 bis 15.30 Uhr, freitags schließt der Hof um 11.45 Uhr nach einer regulären Öffnung um 7 Uhr. Zusätzlich ist das Gelände während der Saison für die Gartenmüllabfuhr auch samstags in der Zeit von 9 bis 14 Uhr zugänglich. Für Rückfragen steht das Team der Abfallwirtschaft per E-Mail an abfallwirtschaft(@)obertshausen.de sowie telefonisch unter 06104 703-7306 zur Verfügung.