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Aus dem Rathaus

Richtige Müllentsorgung lohnt sich

„Müll im Wald schadet allen“ – die Botschaft ist klar und eindeutig. Und doch scheinen manche Personen dies manchmal zu vergessen. Deswegen startet die Stadt Obertshausen nun eine Aufklärungskampagne, in deren Rahmen auch ein Merkblatt entstanden ist. Dies hält wichtige Informationen bereit und macht deutlich, warum es wichtig ist, Müll richtig zu entsorgen und nicht einfach in den Wald zu schütten.
 
„Immer wieder ist zu beobachten, dass Gartenabfälle und Grünschnitt oder auch anderer Müll einfach im Wald und an den Waldrändern abgelagert werden. Doch unsere Wälder und Grünflächen sind wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere“, erklärt Fachbereichsleiterin Corinna Pestka. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Landschaft und Spielraum behalten die Situation vor Ort im Blick und kontaktieren zudem vereinzelt Anlieger, um für das Thema zusätzlich zu sensibilisieren.
 
Das Ablagern von Grünabfällen im Wald ist aus mehreren Gründen problematisch. Zum einen beeinträchtigen nicht kompostierte oder unsachgemäß abgelegte Gartenabfälle den natürlichen Nährstoffhaushalt des Waldbodens. Während in Gärten durch die Pflege- und Düngemaßnahmen oftmals andere Bedingungen herrschen, kann die Einbringung von Gartenabfällen das empfindliche ökologische Gleichgewicht im Wald nachhaltig stören. Zum anderen können durch die regelmäßige Entsorgung von Garten- und Kompostabfällen Wildtiere wie Wildschweine, Waschbären oder Ratten angelockt werden. Dies kann auch den privaten Garten bedrohen: Wiederkehrende Futterquellen können dazu führen, dass sich die Tiere an diesen Bereich gewöhnen und auf der Suche nach weiterer Nahrung auch Privatgärten aufsuchen.
 
Ein weiteres Problem für den Wald ist die Verbreitung von Krankheiten, Schädlingen und nicht heimischen Pflanzenarten. Insbesondere gebietsfremde Pflanzen können heimische Arten verdrängen und dadurch die natürliche Vegetation beeinträchtigen.
 
Damit nicht genug: Achtlos im Wald entsorgte Batterien vergiften das Grundwasser, Scherben von Glasflaschen stellen eine Verletzungsgefahr dar, bis eine Getränkedosen verrottet, dauert es bis zu 500 Jahre und zudem schadet das Aluminium den Pflanzen und Tieren. Wer Gartenabfälle oder andere Abfallarten wie Plastik, Glasflaschen oder Sperrmüll beziehungsweise Bauschutt unsachgemäß entsorgt, dem droht außerdem ein Bußgeld. Es lohnt sich also gleich im doppelten Sinn, die richtigen Wege für die Müllentsorgung einzuhalten.
 
„Unsere Wälder sind wertvolle Natur- und Erholungsräume und keine Mülldeponien. Dennoch werden immer wieder Hausrat, Bauschutt, Elektrogeräte oder Grünschnitt illegal im Wald und in der freien Landschaft entsorgt. Dieses Verhalten schadet der Umwelt, belastet Tiere und Pflanzen und verursacht zudem hohe Entsorgungskosten. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, Abfälle ausschließlich über die vorgesehenen Entsorgungswege zu beseitigen“, sagt Erster Stadtrat Michael Möser. „Wer Müll illegal entsorgt, handelt rücksichtslos. Helfen Sie mit, unsere Wälder sauber und lebenswert zu erhalten“, ergänzt Bürgermeister Manuel Friedrich.
 
Gartenabfälle und Grünschnitt werden beispielsweise korrekt über die Biotonne oder die Grünschnittannahmestellen an der L3405 zwischen Rembrücken und Heusenstamm, am Bauhof sowie auf dem Parkplatz des Feuerwehrhauses Hausen entsorgt. Die jeweiligen Öffnungszeiten sind im Abfallkalender zu finden.
 
Dort und auch auf der städtischen Internetseite www.obertshausen.de unter „Service“, „Abfall“ und „Abfall richtig entsorgen“ finden Bürgerinnen und Bürger einen Wegweiser zur Müllentsorgung. Unter „Service“, „Abfall“ und „Allgemeines“ ist auch das neu entstandene Merkblatt „Müll im Wald schadet allen“ zu finden. Dies wird zudem in den beiden Rathäusern ausgelegt.

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