Stadt Obertshausen

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Bauaktivitäten in beiden Stadtteilen

(Stand: 19. Oktober 2026)

Der Glasfaserausbau in Obertshausen schreitet derzeit durch die Aktivitäten von gleich zwei Telekommunikationsunternehmen weiter voran. In verschiedenen Bereichen des Stadtgebiets werden Leitungen verlegt und Hausanschlüsse hergestellt, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen den Zugang zu einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur zu ermöglichen. Derzeit baut die Westconnect im Stadtteil Hausen und die Telekom im Stadtteil Obertshausen.
 
Die Stadt begrüßt grundsätzlich den Ausbau moderner Glasfasernetze, da diese einen wichtigen Baustein für die digitale Zukunft der Kommune darstellen.
 
Kooperationspartner Westconnect – ein Tochterunternehmen der E.ON – plant für das Jahr 2026 den nahezu flächendeckende Glasfaserausbau im Stadtteil Hausen in Obertshausen. 2026 hat der Ausbau im Stadtteil Hausen begonnen. Um dort die etwa 2.250 Gebäude in den 31 Straßenverteilerbereichen mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen, müssen etwa 42 Kilometer Glasfasertrasse gebaut werden. Nach dem Spatenstich im März dieses Jahres wurde das sogenannte PoP-Gebäude in der Albert-Schweitzer-Straße errichtet, außerdem wurden Hausanschlüsse vorbereitet und circa 14,5 Kilometer Glasfasertrasse (Stand: Mitte Oktober) gebaut. Derzeit arbeiten fünf Baukolonnen im Stadtteil Hausen und an der Backbonetrasse in Richtung Rodgau-Weiskirchen.
 
Die Fertigstellung der Backbonetrasse nach Rodgau ist noch im November 2026 geplant. Gleichzeitig soll dann der PoP in Hausen in Betrieb genommen werden. Damit steht auch die Aktivierung der ersten Kunden in Hausen an. Weiter geht es mit der Montage der Hausanschlüsse - Einblasen der Glasfaserleitungen und Montage der Optical-Line-Terminals (Glasfasermodems) bei allen Kunden, die eine Grundstückseigentümererklärung unterzeichnet haben. Dazu wurde bereits in zahlreichen Mehrfamilienhäusern die Gebäudeinnenverkabelung gebaut.
 
Der Glasfaserausbau der Telekom in Obertshausen schreitet ebenfalls gut voran. Im Telekom-Ausbaugebiet „Obertshausen Nord“ (etwa die Hälfte des Stadtteils Obertshausen) konnte das Unternehmen bereits deutliche Fortschritte erzielen: Etwa die Hälfte der Tiefbauarbeiten ist bereits erfolgt und die ersten Kundinnen und Kunden surfen schon im Glasfasernetz der Telekom.
 
Das Telekommunikationsunternehmen plant, die laufenden Tiefbauarbeiten in „Obertshausen Nord“ bis Ende des Jahres abzuschließen. Der restliche Ausbau in „Obertshausen Nord“ soll dann im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden. Im nächsten Schritt hat die Telekom angekündigt, im Teilgebiet „Obertshausen Süd“ mit dem Ausbau zu starten.
 
Der Einstieg der Telekom in den Glasfaserausbau in Obertshausen hat bei einigen Bürgerinnen und Bürgern Fragen aufgeworfen. So war anfänglich die GigaNetz um einen Ausbau in Obertshausen bemüht. Da die erforderliche Quote zum damaligen Zeitpunkt nicht erreicht wurde, sah das Unternehmen von einem Baustart ab. Nachfolgend stieg die Westconnect als zusätzlicher Kooperationspartner in die Pläne eines stadtweiten Ausbaus in Obertshausen ein. Mit der Telekom trat ein weiteres Telekommunikationsunternehmen beim Glasfaserausbau in Erscheinung.
 
Grundlage für den Glasfaserausbau in den Kommunen ist das Telekommunikationsgesetz (TKG). Es bildet die rechtliche Grundlage für die digitale Infrastruktur in Deutschland und legt Rechte und Pflichten der Beteiligten fest. Ziel ist es dabei unter anderem, einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten sowie den Ausbau moderner Telekommunikationsnetze zu fördern.
 
Beide Unternehmen – Westconnect und Telekom - weisen derzeit Bauaktivitäten vor. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können bei dem jeweils vor Ort ausbauendem Unternehmen Tarif-Verträge für das entsprechende Glasfasernetz buchen. Zudem bieten weitere Kooperationspartner der Telekommunikationsunternehmen Verträge an.
 
Nach aktuellem Stand hält die Westconnect weiterhin am flächendeckenden Glasfaserausbau in Obertshausen fest und die geschlossenen Verträge behalten ihre Gültigkeit. Während die Westconnect derzeit in Hausen tätig ist, beobachtet das Unternehmen in den weiteren Planungen die anderen Bautätigkeiten im Stadtteil Obertshausen.
 
Die parallelen Bautätigkeiten haben in einigen Fällen dazu geführt, dass Bürgerinnen und Bürger mehrere Tarif-Verträge haben. In diesem Zusammenhang möchte die Stadt Obertshausen auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hinweisen, welches für Verbraucherinnen und Verbraucher von besonderer Bedeutung ist. Der BGH hat im Januar 2026 entschieden, dass die Mindestvertragslaufzeit bei Glasfaserverträgen mit dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses beginnt und nicht erst mit der späteren Freischaltung des Anschlusses. Gerade beim Glasfaserausbau können zwischen Vertragsabschluss und der tatsächlichen Inbetriebnahme des Anschlusses mehrere Monate oder sogar längere Zeiträume liegen.
 
„Die Stadt wird den weiteren Glasfaserausbau in der Stadt, der im Auftrag der jeweiligen Unternehmen durchgeführt wird, weiterhin begleiten und über wichtige Entwicklungen informieren. Ziel bleibt eine flächendeckende, zukunftssichere Breitbandversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft vor Ort“, erklärt Bürgermeister Manuel Friedrich. „Ob man sich schlussendlich für einen Glasfaseranschluss entscheidet oder zu welchem Zeitpunkt und für welches Unternehmen beziehungsweise für welches Angebot, bleibt eine individuelle Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger“, ergänzt Erster Stadtrat Michael Möser.
 
Informationen rund um den Glasfaserausbau in Obertshausen gibt es auch auf der städtischen Internetseite www.obertshausen.de unter „Aktuelles“ und dort dem Punkt „Glasfaserausbau“. Dort wird die Stadt auch weitere Entwicklungen bekanntmachen. Über die konkreten Angebote der Telekommunikationsunternehmen informieren sich Interessierte direkt bei den Unternehmen.

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