Die Fördermittel für den Bau des Kunstrasenplatzes wurden beantragt. Sobald die Zusage vorliegt, kann mit der Umsetzung begonnen werden.
Foto: Stadt Obertshausen
Aktuell hat sich die Stadt Obertshausen beim Bundesministerium für Bau-, Stadt- und Raumforschung um Fördermittel im Rahmen des Projektaufrufs Sanierung kommunaler Sportstätten beworben. Rund 45 Prozent der Investitionssumme sind als Zuschuss möglich.
Bis Ende Februar 2026 wird sich entscheiden, ob die Stadt Obertshausen mit ihrer Bewerbung in die engere Auswahl der Bezuschussung kommt. Für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wurden 2025 Mittel mit einem Gesamtvolumen von 333 Millionen Euro im Bundeshaushalt bereitgestellt, um den Sanierungsstau in vielen Kommunen entgegenzuwirken. Wie das Bundesministerium mitteilte, wurden deutschlandweit inzwischen Projektanträge über 7,5 Milliarden Euro eingereicht. Dies zeigt den enormen Bedarf der Sportstättenförderung.
Die bisherige Tenne wird in Obertshausen in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Bereits im vergangenen Jahr begannen dazu die Vorbereitungen und Gespräche mit dem Planungsbüro Enviro-Plan. Zur Modernisierung des Sportzentrums gehört auch der Umbau der Flutlichtanlagen am Platz inklusive Masten auf LED-Beleuchtung. Insgesamt ist eine Investition zwischen 1,5 bis 1,9 Millionen Euro für das Sportzentrum vorgesehen.
„Das Sportentwicklungskonzept hat bereits den Bedarf nach einem Kunstrasenplatz identifiziert, der den Anforderungen an eine moderne und belastbare Sportanlage gerecht wird. Der erste Kunstrasenplatz im Sportzentrum Obertshausen ist nicht nur eine sportliche Infrastrukturmaßnahme, sondern auch ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung des gesamten Sportzentrums“, erklärt Erster Stadtrat Michael Möser.
„Das Projekt zur Modernisierung des Sportzentrums Obertshausen wandelt den Tennenplatz in einen nachhaltigen und barrierefreien Kunstrasenplatz um. Ziel ist eine moderne, umweltfreundliche und ganzjährig nutzbare Sportstätte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt“, betont Bürgermeister Manuel Friedrich. Durch nachhaltige Maßnahmen wie dem Einbau eines Kunstrasens mit Sand-Mais-Infill, einer Regenwasserzisterne und einer LED-Flutlichtanlage mit Photovoltaik wird die Umweltbelastung minimiert.
Die barrierefreie Gestaltung mit breiten Wegen und inklusiven Treffpunkten ermöglicht allen Menschen Zugang und Teilhabe. Der Platz dient nicht nur dem Sport, sondern auch als sozialer Begegnungsraum für Schulen, Vereine und die Gemeinschaft. Ziel ist eine zukunftsorientierte Sportstätte, die Nachhaltigkeit und Funktionalität vereint und als Vorzeigeprojekt dient.
Das Projekt kann dieses Jahr, nach einer Fördermittelzusage zügig und flexibel sowie effizient umgesetzt werden. Der Beginn des Sportbetriebes auf dem Kunstrasenfeld ist bis spätestens Ende des Jahres 2026 vorgesehen. Der Kunstrasenplatz soll allen Vereinen zur Nutzung zur Verfügung stehen.