Am vergangenen Freitag (22. Mai) wurde die Amtseinführung von Obertshausens Bürgermeister Manuel Friedrich im Bürgerhaus an der Tempelhofer Straße gefeiert. Offiziell wird die zweite Amtszeit von sechs Jahren am 24. Juni 2026 beginnen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Kirchen und Gesellschaft begleiteten den Abend, der von Musik, kulturellen Beiträgen und persönlichen Grußworten geprägt war.
Die zweite Stadtverordnetenversammlung der neuen Wahlperiode wurde durch Stadtverordnetenvorsteher Anthony Giordano eröffnet. Im Mittelpunkt stand die offizielle Amtseinführung des Bürgermeisters: Manuel Friedrich wurde die Ernennungsurkunde überreicht, er legte den Eid auf die Verfassung des Landes Hessen und das Grundgesetz ab und bekräftigte per Handschlag die gewissenhafte Erfüllung seiner Pflichten.
Bereits die musikalische Eröffnung durch Peter Krausch setzte einen würdevollen Rahmen für den Abend. Im Anschluss sorgten zahlreiche Showacts und kulturelle Beiträge für besondere Akzente. Die Hip-Hop-Gruppe der Turngemeinde Obertshausen (TGO) begeisterte ebenso wie der You Can! Chor 2000, der griechische Kulturverein Megas Alexandros mit traditionellen Tänzen sowie die Ballroom Performance der Tanzsport-Manufaktur.
In ihren Grußworten würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft die Arbeit des alten und neuen Bürgermeisters. Stadtverordnetenvorsteher Anthony Giordano hob das große Vertrauen hervor, das Manuel Friedrich in der Stadt genieße, und lobte dessen Präsenz und Engagement. Erster Stadtrat Michael Möser betonte die verlässliche und transparente Zusammenarbeit sowie den gemeinsamen Willen, Verantwortung für die Stadt zu übernehmen. Im Namen aller Fraktionen unterstrich CDU-Fraktionsvorsitzender Lukas Kreher die wertschätzende und respektvolle Art des Bürgermeisters und wünschte ihm weiterhin Gelassenheit und Gespür für die Menschen.
Auch von Seiten des Kreises und der kommunalen Spitzenverbände gab es Anerkennung für Friedrichs Arbeit. Der Erste Kreisbeigeordnete Carsten Müller verwies auf das deutliche Wahlergebnis und würdigte insbesondere die Fähigkeit des Bürgermeisters, Entscheidungen nachvollziehbar zu erklären und Menschen mitzunehmen. Vertreter des Hessischen Städte- und Gemeindebundes sowie des Hessischen Städtetages verwiesen zugleich auf die schwierige finanzielle Situation vieler Kommunen und die wachsenden Herausforderungen für Städte und Gemeinden.
Ein besonderer Moment des Abends war die Ansprache von Bürgermeister Manuel Friedrich selbst. Dankbar erinnerte er an das erneute Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger bei der Bürgermeisterwahl im Januar 2026 und sprach von einem „Abend der Verantwortung, Dankbarkeit und Demut“.
In seiner Rede blickte Manuel Friedrich auf die vergangenen sechs Jahre zurück – geprägt von der Corona-Pandemie, internationalen Krisen, steigenden Anforderungen an die Kommunen und einer zunehmend angespannten Finanzlage. Gleichzeitig betonte er die gemeinsamen Erfolge der Stadtgesellschaft: „Wir haben investiert, statt nur zu verwalten. Wir haben Entscheidungen getroffen, statt zu resignieren. Und wir haben gemeinsam Verantwortung übernommen.“
Besonders hob Manuel Friedrich den Zusammenhalt in Obertshausen hervor und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, dem Magistrat, den Einsatzkräften, Unternehmen, Kirchen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und den vielen Ehrenamtlichen, die das Leben in der Stadt tragen. Ein persönlicher Dank galt seiner Familie für ihren Rückhalt.
Für die kommenden Jahre formulierte der Bürgermeister klare Schwerpunkte: den Einsatz für handlungsfähige Kommunen und eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte, die Stärkung der Demokratie, seine Leidenschaft und Ansprechbarkeit für Obertshausen, die Unterstützung des Ehrenamts sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Obertshausen soll eine Stadt bleiben, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensweg respektvoll zusammenleben“, betonte der Bürgermeister. Den Abschluss seiner Rede bildete ein Zitat von Abraham Lincoln: „Es sind nicht die Jahre in unserem Leben, die zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.“ Verbunden mit diesem Gedanken rief Manuel Friedrich dazu auf, die kommenden Jahre gemeinsam mit Mut, Zuversicht und Zusammenhalt zu gestalten.
Zum Ende des Abends würdigten Stadtverordnetenvorsteher Anthony Giordano und Bürgermeister Manuel Friedrich gemeinsam die Obertshausenerin Johanna Hebben, die frischgebackene U17-Fußballeuropameisterin, und schlossen eine Veranstaltung, die ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt in Obertshausen setzte.
Die Ehrung der frischgebackenen U17-Fußballeuropameisterin Johanna Hebben beendete den offiziellen Teil der Amtseinführung. Diese besondere Würdigung nahmen Stadtverordnetenvorsteher Anthony Giordano (links) und Bürgermeister Manuel Friedrich vor.
Foto: Stadt Obertshausen