Über eine Änderung in der Briefzustellung in Obertshausen hat die DHL Group jüngst die Stadtverwaltung auf Nachfrage informiert. So beobachte das Unternehmen bereits seit einigen Jahren zwei gegenläufige generelle Trends: Während die Sendungsmengen im Bereich Paket aufgrund des anhaltend starken E-Commerce deutlich gewachsen sind und weiter wachsen, sieht es im Briefgeschäft gänzlich anders aus. Dort verzeichnet die Post seit Jahren einen stetigen Rückgang der Sendungsmengen.
„Aufgrund dieses tiefgreifenden Wandels, hin zu immer mehr digitalen Kommunikationskanälen, bei konstant um zwei bis drei Prozent jährlich zurückgehen Briefmengen, kann dies gar nicht ohne Auswirkungen auf das Postgeschäft und die Ausgestaltung der postalischen Zustellnetze bleiben. Überall dort, wo es von den Sendungsmengen und den Sendungsstrukturen her sinnvoll ist, stellt der Logistiker daher Briefe und Pakete zusammen zu. Das ist keinesfalls neu und nennt sich in der Postsprache ,Verbundzustellung‘ diese gibt es bereits seit Jahrzehnten“, heißt es in der Mitteilung.
Jüngst wurde die Umstellung in Obertshausen von der DHL Group in die Wege geleitet. „Die Verbundzustellung macht gerade vor dem Hintergrund des oben skizzierten Szenarios - stetiger Rückgang der Briefsendungen in Kombination mit anhaltendem Anstieg der Paketmengen und päckchenartigen Sendungen - für das Unternehmen sowohl aus betrieblicher als auch aus personeller Perspektive Sinn. Denn letztlich sichert die Zustellung von Paketen, Päckchen und Briefen im Verbund auch die Arbeitsplätze der reinen Briefzustellerinnen und Briefzusteller, die nun mal in einem stetig schrumpfenden Markt arbeiten.“