Bildunterschrift: Eine Urkunde, Glückwünsche und kleine Präsente gab es zum Renteneintritt für Walter Maresch (Mitte). Es verabschiedeten ihn Bürgermeister Manuel Friedrich (Zweiter von links), Fachbereichsleiter Jürgen Hofmann (Zweiter von rechts), sein direkter Vorgesetzter Thomas Moser und Personalratsvorsitzende Martina Heberer.
Foto: Christina Schäfer/Stadt Obertshausen
„Es war eine schöne Zeit“, verkündet Walter Maresch stolz. 34 Jahre seines Arbeitslebens war er bei der Stadt Obertshausen angestellt – am 30. April hatte er seinen letzten Arbeitstag. Jetzt ist Renten-Zeit angesagt. Aus den Händen von Bürgermeister Manuel Friedrich hat er die Urkunde zum Renteneintritt erhalten – mit seinen Kollegen hat er zudem am letzten Arbeitstag seinen Abschied gefeiert.
Die Arbeit an der frischen Luft hat ihm immer große Freude bereitet. Und wie er schon anlässlich seines 40. Dienstjubiläums 2021 verkündete, sei der Job „in einer einmaligen Kulisse“ gewesen. Seit 1992 war er Sportplatz- und Hallenwart in Obertshausen. Ob Pflege der Spielfelder, Instandhaltung der Anlagen oder Vorbereitung für den Trainings- und Spielbetrieb – seine Arbeit bildete eine unverzichtbare Grundlage für das sportliche Geschehen vor Ort. Dabei erinnert sein direkter Vorgesetzter Thomas Moser an den großen Greenkeeper-Erfahrungsschatz, den Walter Maresch besitzt. Und so weiß auch Fachbereichsleiter Jürgen Hofmann davon zu berichten, dass die Stadt jetzt nicht nur einen wertvollen Mitarbeiter verliert, sondern mit ihm auch viel Erfahrung.
In einer kurzen Ansprache dankte Bürgermeister Manuel Friedrich für die geleistete Arbeit für die Stadt Obertshausen. „Sie hinterlassen eine große Lücke“, sagt der Rathaus-Chef anlässlich der Verabschiedung, „und Sie sind weiterhin ein willkommener Gast im Sportzentrum.“
Vereine, Sportlerinnen und Sportler sowie Gäste des Sportzentrums schätzten ihn gleichermaßen als kompetenten Ansprechpartner, der stets ein offenes Ohr hatte und mit viel Lebensfreude seinem Job nachging.
Seinen beruflichen Werdergang startete Walter Maresch mit einer Täschnerlehre bei der Firma Thate & Co., wechselte dann aber zur Deutschen Bundespost und war als Paketzusteller tätig. Nach mehr als zehn Jahren war für ihn die Zeit zum Wechsel gekommen. Mit Schreiben vom 18. Februar 1992 bewarb er sich schließlich bei der Stadt Obertshausen um einen Arbeitsplatz als Sportplatz- und Hallenwart. Bereits zum 1. Mai 1992 nahm er die Tätigkeit im städtischen Sportzentrum an der Badstraße auf.
Erste Tipps für den Umgang mit Sportplatzpflege sammelte er bei einer Tätigkeit für einen Landschaftsgartenbaubetrieb. Die Liebe zum Rasenplatz und der damit verbunden Pflege blieb.
Zu seinen Aufgaben im Sportzentrum gehörte unter anderem das Mähen und Lockern der Rasenplätze, das Entfernen des Laubs auf dem Sportplatzgelände und das Heckenschneiden. Und auch auf die dazugehörige Sporthalle am Sportzentrum sowie die städtische Sporthalle an der Rodaustraße hatte er stets ein wachsames Auge.
Viele sportliche Ereignisse konnte Walter Maresch in seinem Job als Sportplatz- und Hallenwart mitverfolgen - im Großen wie im Kleinen. Während das Training der Vereine vor allem abends anstand, gab es am Wochenende auch größere Veranstaltungen zu begleiten. Walter Maresch erinnert sich an die Stadtmeisterschaften, bei denen Spanferkel gegrillt wurde und späte Gäste auch mal zum Gehen aufgefordert werden mussten. Auch die Obertshausen Blizzards hat Walter Maresch in guter Erinnerung, die Footballer hätten den Platz immer aufgeräumt verlassen. Dann gab es da noch ein Benefizspiel mit Otto Rehhagel oder die traditionellen Bahneröffnungskämpfe der Leichtathleten am ersten Maiwochenende.
Und dieser schönen Berufszeit folgt jetzt die Rente. Auch darauf freut sich Walter Maresch und hat Pläne: gesund bleiben, reisen und wandern. Letzteres am liebsten in Österreich. Ehrenamtlich wird sich Walter Maresch auch weiterhin beim TV Hausen engagieren und damit natürlich auch das lokale Fußballgeschehen weiter verfolgen.
Neben den Glückwünschen, die Bürgermeister Manuel Friedrich für den Magistrat überbrachte, und den besten Wünschen von Fachbereichsleiter Jürgen Hofmann, gratulierte für den Personalrat Martina Heberer zum neuen Lebensabschnitt.