Bildunterschrift: Vorstellung der Aktion #ZeichenSetzen beim AterWorkEvent. (von links) Michael Möser, Holger Bischoff, Lena Exner, Rachel Hoffmann und Manuel Friedrich.
Foto: Stefan Becker/Stadt Obertshausen
Die Stadt Obertshausen hat mit dem Team des Kommunalen Integrationsmanagements für Teilhabe und Vielfalt beim AfterWorkEvent auf dem Meininger Platz erstmals die neue Präventionsinitiative #ZeichenSetzen vorgestellt. Ziel der Aktion ist es, das internationale Handzeichen für Hilfe in Gefahrensituationen bekannter zu machen und Betroffenen einen niedrigschwelligen Weg zu eröffnen, Unterstützung zu erhalten. Die Aktion richtet sich an Menschen, die sich in einer unangenehmen, bedrohlichen oder grenzüberschreitenden Situation befinden. Situationen, die oft schwer einzuschätzen sind und in denen schnelle Hilfe benötigt wird, ohne Aufmerksamkeit zu erregen.
Das Handzeichen – der Daumen wird in die geöffnete Hand gelegt und anschließend von den Fingern umschlossen – hat sich weltweit als stiller Hilferuf, vor allem für Frauen, etabliert. Die Stadt Obertshausen nutzt dieses Zeichen nun auch lokal und weitet es auf alle Menschen aus.
Die Standbetreiber wurden geschult und sind gut vorbereitet.
Im Vorfeld des Events wurden alle beteiligten Standbetreibenden umfassend informiert. Sie erhielten Hinweise zum Erkennen des Handzeichens sowie eine Checkliste für den Bedarfsfall. Rachel Hoffmann vom Kommunalen Integrationsmanagement für Teilhabe und Vielfalt betont: „Wir möchten sicherstellen, dass alle Beteiligten auf ihre Rolle vorbereitet sind und sich sicher fühlen, wenn sie Betroffenen Hilfe anbieten.“
Ein klarer Ablauf – der für jede Veranstaltung flexibel angepasst wird.
Für das AfterWorkEvent wurde ein spezifischer Ablaufplan entwickelt, der beschreibt, wie Standbetreibende reagieren, wenn eine Person das Handzeichen zeigt oder anderweitig Hilfe signalisiert.
„Je nach Art der Veranstaltung wird eine Checkliste individuell angepasst und von den jeweiligen Veranstaltenden eigenverantwortlich umgesetzt“, erklärt Lena Exner.
Sichtbarkeit im öffentlichen Raum.
Während des AfterWorkEvents informierten Rachel Hoffmann und Lena Exner über das Handzeichen und die Initiative. Ein großformatiges Banner des Kommunalen Integrationsmanagements Teilhabe und Vielfalt machte die Aktion weithin sichtbar und regte zahlreiche Gespräche an.
Die Stadt Obertshausen setzt ein klares Zeichen.
Bürgermeister Manuel Friedrich betont die Bedeutung der Initiative: „Mit #ZeichenSetzen schaffen wir Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema und geben Menschen in unserer Stadt ein Werkzeug an die Hand, um in Notsituationen unauffällig Hilfe zu bekommen. Prävention beginnt damit, dass wir hinschauen und handeln.“
Die Stadt Obertshausen wird die Aktion in den kommenden Monaten weiter ausbauen und bei weiteren Veranstaltungen im Stadtgebiet sichtbar machen.