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Aus dem Rathaus

Bunte Farben und freundliche Bilder für die Stadt

Schön anzuschauen sind die jüngsten Graffiti-Werke in der Rad- und Fußgängerunterführung am Bahnhof. Unter dem Motto
Schön anzuschauen sind die jüngsten Graffiti-Werke in der Rad- und Fußgängerunterführung am Bahnhof. Unter dem Motto "Mobilität im Wandel der Zeit im Rhein-Main-Gebiet" gestalteten Kinder und Jugendliche mit fachmännischer Unterstützung die tristen Wände.
Fotos: KiJu Obertshausen

Es war Kreativität gefragt: Im Rahmen eines städtischen Graffiti-Projekts haben Kinder und Jugendliche aus Obertshausen Flächen der ersten Rad- und Fußgängerunterführung in Fahrtrichtung Bieber künstlerisch neugestaltet. Das Projekt der Kinder- und Jugendförderung (KiJu), welches noch vor den Sommerferien realisiert wurde, setzt dabei ein sichtbares Zeichen für Verantwortung der jungen Generation für Obertshausen.
 
Unter fachkundiger Anleitung erfahrener Graffiti-Künstler von Blackout Graffiti Frankfurt entwickelten die 20 Teilnehmenden unter dem Motto „Mobilität“ schon bei einem Vortreffen eigenen Ideen und setzten diese dann später in farbenfrohe Kunstwerke um. Dabei durften die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren nicht nur den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, sondern durften sie vor allem selbst zur Spraydose greifen und die vorskizzierten Motive gestalten. So waren alle aktiv in den Gestaltungsprozess eingebunden.
 
„Mobilität im Wandel der Zeit im Rhein-Main-Gebiet“: Zu sehen sind nun an den Wänden der Rad- und Fußgängerunterführung Verkehrsmittel von früher und heute. Neben einem Obertshausen-Schriftzug prangen nun beispielsweise auch ein Heißluftballon mit Wappen, eine U-Bahn im Zeittunnel oder eine Pferdekutsche als Transportmittel an den Wänden.
 
Neben der künstlerischen Arbeit stand auch die Vermittlung von Werten wie Teamarbeit, Respekt und verantwortungsvollem Umgang mit öffentlichen Flächen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden setzten sich dabei auch mit der Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum auseinander und lernten die Grenzen zwischen illegalem Graffiti und genehmigter Streetart.
 
Der jüngste Graffiti-Workshop war der dritte seiner Art. Bereits während der Ferienspiele 2024 waren Kinder und Jugendliche kreativ und gestalteten die mittlere Rad- und Fußgängerunterführung (Oster-Ferienspiele) und die letzte Rad- und Fußgängerunterführung in Fahrtrichtung Rodgau (Herbst-Ferienspiele) am Bahnhof mit Graffitikünstlerin Thekra Jaziri. Nun war noch die erste Rad- und Fußgängerunterführung in Fahrtrichtung Bieber an die Reihe.
 
„Mit den drei Projekten haben wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, in die Welt der Graffitikunst einzutauchen. Dabei war es offiziell erlaubt und auch gewünscht, mit Spraydose im öffentlichen Raum kreativ zu werden und die Umgebung der Stadt mitzugestalten“, erklärt Fachdienstleiter Oliver Spahn von der Kinder- und Jugendförderung. „Die entstandenen Werke zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig, lebendig und engagiert unsere Jugend ist“, betont Bürgermeister Manuel Friedrich, der sich freut, dass die triste Unterführung nun für alle schön anzuschauen ist. „Dabei werten die bunten Kunstwerke das dunkle Areal um den Bahnhof gleichzeitig auf – zu Freude von allen präsentieren sich die Wände jetzt bunt und freundlich.“
 
Die Stadt Obertshausen bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den engagierten Jugendlichen, den unterstützenden Künstlern sowie den Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben. Die Dr. Carl und Ellen Klöss Stiftung hat das Graffiti-Projekt 2026 mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützt, ebenso beteiligte sich eine weitere Stiftung sich mit einer großzügigen Spende.

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