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Tradition und Kompetenz treffen bei Holzbau Drei Vetter aufeinander

In der vierten Generation führen (von links) Jörg und Frank Vetter das Familienunternehmen. Auch die nächste Generation arbeitet schon fest mit. 
Foto: Christina Schäfer/Stadt Obertshausen
In der vierten Generation führen (von links) Jörg und Frank Vetter das Familienunternehmen. Auch die nächste Generation arbeitet schon fest mit.
Foto: Christina Schäfer/Stadt Obertshausen

Ein ganzes Jahrhundert voller Leidenschaft, Handwerk und Zusammenhalt: Holzbau Drei Vetter feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. 1925 gegründet, hat sich der traditionsreiche Handwerksbetrieb, der heute in der Jakob-Wolf-Straße 5a in Obertshausen beheimatet ist, über Generationen hinweg stetig weiterentwickelt. Und die fünfte Generation steht schon in den Startlöchern. Auch sie haben die Leidenschaft für das Holzhandwerk geerbt und arbeiten im Betrieb, der von den Zimmermeistern Frank und Jörg Vetter geführt wird. „Ein solcher Erfolg ist keinesfalls selbstverständlich; er beruht auf Erfahrung, fachlichem Können und unternehmerischem Geschick, gepaart mit dem Mut, immer wieder Neues zu wagen“ – so steht es in einem Schreiben der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Stolz zeigen die beiden Geschäftsführer den Brief Wirtschaftsförderer Stefan Becker, der zum Unternehmerdialog im Betrieb vorbeigekommen ist.
 
Was vor 100 Jahren mit handwerklichem Geschick und Mut zum Unternehmertum begann, ist heute ein moderner Holzbaubetrieb, der traditionelles Wissen mit innovativen Lösungen verbindet. Gründer Jakob Vetter hatte sich klassisch auf Dachstühle und Treppenbau spezialisiert. Über die Generationen hinweg wurden Wissen, Erfahrung und Werte weitergegeben – und dies prägt auch die Zukunft des Unternehmens.
 
„Wir sind mit dem Handwerk groß geworden“, berichtet Jörg Vetter und blickt zurück, damals als das Wohnhaus und der Zimmerplatz noch an der Friedrich-Ebert-Straße lagen. Der Holzbaubetrieb von Vetters gehört zu Hausen einfach dazu. 1986 folgte der Umzug an die Jakob-Wolf-Straße. „Unser Vater Karl Vetter hat kurz nach Kriegsende mit seiner Lehre begonnen. Später hat er mit dem Umzug zum neuen Standort expandiert“, berichtet Frank Vetter. Dort boten sich neue Möglichkeiten. Mit der großzügigen Halle setzte der Handwerksbetrieb neue Maßstäbe. Dort erfolgen auch heute noch Planung, Konstruktion und Vorfertigung, bevor es an die finale Arbeit bei der Kundschaft geht.
 
Schon lange ist der Job im Holzbau nicht mehr nur Handwerk, sondern mittlerweile auch sehr technisiert. Zur optimalen Arbeitsvorbereitung nutzen Vetters moderne Software, die eine dreidimensionale Darstellung der Tragwerke und ihrer Details ermöglicht. „Aufmaße erfolgen digital in 3D per Scanner und Tachymeter“, informiert Jörg Vetter. Damit sind auch schwierigste Konstruktionen und Grundrisse für das Team kein Problem.
 
Von maßgefertigten Dachstühlen über Holzrahmenbau bis hin zu individuellen Innenausbauten: Holzbau Drei Vetter setzt auf nachhaltige Materialien, präzise Handarbeit und zukunftsorientierte Bauweise. Dabei sind die traditionsreichen Handwerksleute auch offen für jegliche Ideen rund ums Holz. „Wo andere an ihre Grenzen kommen, da machen wir weiter“, verrät Jörg Vetter. Auf den Holzrahmenbau schwören die Fachleute – er ist ökologisch und auch zeitsparend. „Wir haben da schon ein gutes Know-how in Vorbereitung und in individuellen Zuschnitten“, erklärt Frank Vetter.
 
In Obertshausen und der Region haben Vetters mit ihrem Handwerk zahlreiche Spuren hinterlassen: An den beiden Feuerwehrhäusern, am Bürgerhaus, am Gemeindesaal der Waldkirchengemeinde, am Kapellenhof, bei der TGO, in der Kita Vogelsbergstraße oder beim Ingeborg-Kopp-Haus war das Team von Holzbau Drei Vetter tätig – die Liste lässt sich zahlreich erweitern. Und die Glocke im Turm von St. Pius hängt dank eines Vetter-Werks stabil. In Wiesbaden war der Hausener Betrieb beispielsweise an der Sanierung von Villen beteiligt. Aktuell arbeitet Holzbau Drei Vetter an der Auheimerbrücke am Holzsteg für den Fuß- und Radverkehr.
 
An einen speziellen Auftrag der Oper Frankfurt erinnert sich Jörg Vetter gern zurück. Damals ging es um eine Holzsonderkonstruktion für das Bühnenbild von „La Juive“, die die üblichen Formate an der Oper überschritt. Ihr Wissen und ihre Kenntnis setzt Holzbau Drei Vetter auch beim Bau von Kletterwänden ein, diese sind weltweit zu finden – beispielsweise in Island, Schweden, Neuseeland und La Réunion bei Madagaskar. In Kooperation mit einem Kletterwandhersteller ist das Hausener Unternehmen für die Tragkonstruktion tätig.
 
Die Familie hat das Glück, auf ein unternehmerisches Fundament blicken zu dürfen, das die Vorfahren mit Hingabe geschaffen haben, auf welchem mit Leidenschaft zum Handwerk aufgebaut wurde und wird. Zum gut 20-köpfigen Team zählen auch Zimmerer-Azubis. Zwei von ihnen sind Tom und Leo Vetter. Auch Jonas Vetter packt im Betrieb seines Vaters und seines Onkels als Geselle mit an. Die einzige Frau in der Belegschaft ist Susanne Vetter, die das Team in vielen Bereichen stärkt. „Holzbau Drei Vetter“ ist eben ein echtes Familienprojekt. Kai Vetter schied Ende 2023 aus dem Betrieb aus.
 
Das Jubiläum ist für die Familie nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch zum Innehalten und Dankesagen – all jenen, die den Weg begleitet haben. „Viele gemeinsame und spannende Projekte liegen hinter uns“, teilen Frank und Jörg Vetter mit. Ihr Jubiläum begehen die beiden Geschäftsführer mit ihrem Team und geladenen Gästen im Oktober mit einem Fest. Dann werden Erinnerungen geteilt und gemeinsam auf die Zukunft angestoßen.

Das Team von Holzbau Drei Vetter im Jubiläumsjahr 2025. 
Foto: Holzbau Drei Vetter
Das Team von Holzbau Drei Vetter im Jubiläumsjahr 2025.
Foto: Holzbau Drei Vetter

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