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Vergissmeinnicht erblühen auch in Obertshausen

Gemeinsam angepackt für eine besondere Aktion haben vor dem Familienzentrum (von links) Stadträtin Hildegard Knorr, städtische Mitarbeiterin und Ansprechpartnerin fürs Familienzentrum Andrea Dosch, Gisela Eichhorn und Krystyna Kopschina von der Seniorenhilfe Obertshausen sowie Nicole Luque und Ursula Kestawitz vom Verein Tausendfüßler. Und der bunte, kunstvolle Hund soll künftig daran erinnern, dass Hunde ihr Geschäft nicht im Blumenbeet erledigen sollen.
Foto. Christina Schäfer/Stadt Obertshausen
Gemeinsam angepackt für eine besondere Aktion haben vor dem Familienzentrum (von links) Stadträtin Hildegard Knorr, städtische Mitarbeiterin und Ansprechpartnerin fürs Familienzentrum Andrea Dosch, Gisela Eichhorn und Krystyna Kopschina von der Seniorenhilfe Obertshausen sowie Nicole Luque und Ursula Kestawitz vom Verein Tausendfüßler. Und der bunte, kunstvolle Hund soll künftig daran erinnern, dass Hunde ihr Geschäft nicht im Blumenbeet erledigen sollen.
Foto. Christina Schäfer/Stadt Obertshausen

Unter dem Motto „Gemeinsam pflanzen, gemeinsam erinnern!“ wurde am vergangenen Mittwoch (25. März) in elf Kommunen im Kreis Offenbach, darunter auch in Obertshausen, ein symbolisches Zeichen für Menschen mit Demenz gesetzt. Insgesamt kamen in Dietzenbach, Dreieich, Hainburg, Heusenstamm, Langen, Mainhausen, Mühlheim, Obertshausen, Rodgau, Rödermark und Seligenstadt über 1.150 Vergissmeinnicht in die Erde.
 
Die blauen Vergissmeinnicht stehen sinnbildlich als Blume des Erinnerns für alle Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sowie für deren Angehörige. Zusätzlich sind bei den Vergissmeinnicht-Pflanzen Informationsschilder angebracht. Sie enthalten einen QR-Code, der auf die Landingpage www.kreis-offenbach.de/vergissmeinnicht führt und Interessierten Informationen zur Aktion, zur Demenz sowie zu Unterstützungsangeboten bereitstellt.
 
Bewundern können Passantinnen und Passanten die blauen Blumen vor dem Familienzentrum. Dort hat das fleißige Gärtnerinnen-Team – bestehend aus Mitgliedern der Seniorenhilfe und der Tausendfüßler – 70 Pflanzen ins Beet gebracht. Am Tag zuvor hatte Stadträtin Hildegard Knorr die blumige Spende bei der Gärtnerei Löwer in Seligenstadt abgeholt.
 
Und zwischen Regenschauern und Wind ließ sich dann pünktlich zu Beginn der Pflanzaktion am Obertshausener Familienzentrum an der Vogelsbergstraße auch die Sonne blicken. Flink setzten die ehrenamtlichen Helferinnen die Pflanzen ins Beet. Natürlich wurden die Pflanzen auch gleich gut gewässert, sodass sie schon bald erblühen werden und damit ein sichtbares Zeichen setzen.
 
Bei der Pflanzaktion war das Gemeinschaftsgefühl deutlich zu merken. Alle Beteiligten hatten das gleiche Ziel: ein Blumenbeet, welches schön anzusehen ist und gleichzeitig eine wichtige Botschaft transportiert. Das Beet steht nun – ebenso wie das Familienzentrum selbst – für ein gemeinsames Miteinander, und die Vorfreude auf den Sommer, wenn auch der Außenbereich für Aktivitäten genutzt werden kann, ist schon groß.
 
Darüber hinaus werden die Vergissmeinnicht neben dem Obertshausener Familienzentrum auch an zahlreichen weiteren Orten im gesamten Kreis Offenbach erblühen und so auf vielfältige Weise an die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erinnern.
 
Im Kreis Offenbach leben schätzungsweise etwa 6.000 Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder und beschreibt den fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten. Hauptsächlich tritt die Erkrankung bei Menschen im höheren Alter auf. In frühen Stadien zeigen sich oft noch leichte Beeinträchtigungen: Betroffene werden vergesslich, verlieren Gegenstände oder haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Mit fortschreitender Erkrankung verschlechtert sich der Zustand jedoch deutlich. Die Betroffenen benötigen zunehmend umfassende Unterstützung und Pflege, können sich häufig nicht mehr mit Worten verständigen und erkennen ihre vertrauten Bezugspersonen nicht mehr. Dennoch reagieren sie weiterhin auf Zuwendung, Blickkontakt und Berührungen. Grundsätzlich kann Demenz in jedem Lebensalter auftreten, das Risiko steigt jedoch deutlich mit zunehmendem Alter.
 
Die Asklepios Psychiatrie Langen, die Asklepios Klinik Seligenstadt und die Löwer GmbH Seligenstadt ermöglichen mit ihrem Sponsoring die kreisweite Vergissmeinnicht-Pflanzaktion. Die Koordination der Aktion hat die Leitstelle Älterwerden in Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt des Kreises Offenbach übernommen.
 
Und passend zu dieser besonderen Aktion durch den Kreis Offenbach und die Spender schließt sich schon bald in Obertshausen noch ein Vortrag unter dem Titel „Was heißt es, einen Menschen mit Demenz zu begleiten“ an. Dr. Heidemarie Hofmann-Princ, Leitung des Demenzzentrums StattHaus Offenbach der Hans und Ilse Breuer-Stiftung, referiert dazu am Montag, 4. Mai, um 18 Uhr im offenen Wohnzimmer des Familienzentrums in der Vogelsbergstraße 8. Der Vortrag musste leider während der Demenzwoche im vergangenen Herbst entfallen und findet nun einen würdigen neuen Rahmen zu diesem Thema.

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