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Schnelle, sichere und diskrete Hilfe in Notlagen

Mit der Einführung der Kampagne #ZeichenSetzen etabliert die Stadt Obertshausen eine wichtige Initiative für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und in der Partyszene. Finanziert wird die Kampagne vor Ort über Stiftungsgelder, wodurch der Stadt Obertshausen keine Kosten entstehen. Das niederschwellige Hilfsangebot wird erstmals bei dem AfterWorkEvent des Vereins Stadtmarketing Obertshausen am Freitag, 8. Mai, und anschließend beim Europafest am Sonntag, 31. Mai, umgesetzt.
 
Die Aktion richtet sich an Menschen, die sich in einer unangenehmen, bedrohlichen oder grenzüberschreitenden Situation befinden – Situationen, die oft schwer einzuschätzen sind und in denen schnelle Hilfe benötigt wird, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Ein eindeutig definiertes Handzeichen ermöglicht es Betroffenen, diskret auf ihre Notlage hinzuweisen und Unterstützung anzufordern.
 
Ursprünglich wurde die Notgeste im Jahr 2020 von der Canadian Women’s Foundation entwickelt. Anlass waren die weltweit steigenden Fälle häuslicher Gewalt während der COVID-19-Pandemie, in der viele Menschen aufgrund von Kontaktbeschränkungen kaum Möglichkeiten hatten, auf sich aufmerksam zu machen. Das Handzeichen verbreitete sich rasch über soziale Medien sowie internationale Nachrichtenagenturen und erlangte globale Bekanntheit. Heute ist es ein international anerkanntes Signal, das von allen Menschen genutzt werden kann, die sich bedroht oder unsicher fühlen.
 
Mit der lokalen Einführung der Kampagne #ZeichenSetzen möchte Obertshausen die Solidarität innerhalb der Gemeinschaft stärken und dazu beitragen, dass sich Menschen auf Veranstaltungen und im öffentlichen Raum sicher fühlen.
 
Rachel Hoffmann (Kommunales Integrationsmanagement für Teilhabe und Vielfalt) erklärt: „Der Name #ZeichenSetzen ist Programm. Wir möchten ein starkes Zeichen für Schutz und Sicherheit setzen. Ein HandZEICHEN reicht, um von Mitarbeitenden aus der Situation an einen sicheren Rückzugsort geleitet zu werden.“ Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Mitarbeitende werden im Vorfeld informiert und geschult. Es gibt einen Handlungsleitfaden, der den Ablauf nach dem Handzeichen definiert. Lena Exner (Kommunales Integrationsmanagement für Teilhabe und Vielfalt) ergänzt: „Es ist uns wichtig, dass alle wissen: Hilfe ist verfügbar – schnell und unauffällig. Personen, die das Handzeichen verwenden, werden nicht gefragt, was passiert ist. Mit einfachen Ja/Nein-Fragen wird der Hilfebedarf erfragt.“
 
Nachdem dieses Jahr die Kampagne bei allen städtischen Veranstaltungen eingeführt wird, wird der ObertsHäuser Tanzsport- und Karnevalsverein „Die Elf Babbscher“ beginnend mit dem Kölsche Abend im November 2026 die Kampagne umsetzen. Perspektivisch soll die Kampagne #ZeichenSetzen im kommenden Jahr 2027 flächendeckend bei allen Vereinen sowie im drauffolgenden Jahr 2028 in der Gastronomie sowie in Geschäften umgesetzt werden.
 
Unter folgendem QR-Code können Interessierte ein Video (YouTube) zum Handzeichen anschauen:

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